Blutegeltherapie
Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie

 

Kleiner Wurm - große Wirkung.

Schon vor 3000 Jahren war die Blutegeltherapie ein fester Bestandteil der damaligen Heilkunst. Früh erkannten die Menschen die vielen Einsatzmöglichkeiten der kleinen Helfer.

Das Beißwerkzeug der Blutegel besteht aus dem Mundsaugnapf  und drei halbkreisförmigen, bezahnten Kiefern, die zum Anritzen der Haut vor und zurück bewegt werden. Der Biss ist fast schmerzfrei und man kann sogar beobachten, dass das Tier während der Behandlung entspannt. Zwischen diesen Zähnen sitzen die Drüsen, aus denen der medizinisch bedeutende Speichel austritt.

Der bekannteste Stoff im Speichel der Egelchen ist wohl das Hirudin, welches gerinnungshemmend wirkt. Bisher wurden 58 Wirkstoffe im Speichel entdeckt, es wird aber vermutet, dass es noch einige mehr gibt. 

 

 Zusammengefasst kann man sagen, dass der Speichel folgende Eigenschaften besitzt:

 

gerinnungshemmend

entzündungshemmend

antithrombotisch

leicht antibiotisch

lymphstrombeschleunigend

gefäßerweiternd

bakterizid

 

Anwendungsgebiete:

 

Schlecht heilende Wunden

Othämatome

Spondylosen

Arthritis, Arthrose

Furunkel, Karbunkel

Traumen aller Art

Otitis media, Angina, Sinusitis

Hüftgelenksdysplasie

uvm.

 

Ein Blutegel kann zwischen 15 und 50ml Blut saugen, weshalb sie nicht an Kleintieren unter 7kg angewendet werden sollten. 

Ich wende lediglich die medizinischen Blutegel (Hiruodo medicinalis) aus der Apotheke an. Da es sich um ein "apothekenpflichtiges Arzneimittel" handelt, darf ich sie nicht an lebensmittelliefernden Tieren anwenden und sie auch nicht an Patientenbesitzer abgeben!

 

Zudem muss ich darauf hinweisen, dass sie nicht angewendet werden dürfen bei:

 

Tieren, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen

Tieren mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen

Kachexie

Starker Immunschwäche

Schweren primären und sekundären Anämien

Stark quecksilberbelasteten Tieren

Extremen Allergikern (besonders auf Eiweiße)

Allgemeinen Wundheilungsstörungen (z.B. Diabetes mellitus)

 

 

 

Ich weise gemäß § 3 HWG darauf hin, dass die Wirkungen der hier beschriebenen Verfahren wissenschaftlich nicht anerkannt sind.